Mensch

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Dennoch bleibt zu behaupten,

um einen immer wieder neuen Neubeginn der Kunst zu markieren,

bei aller Stringenz der Knallerei:

Bislang gab es noch gar keine Kunst.

Bzw.,

um in der Ordnung der Worte zu bestehen:

Bislang gab es noch keine Kunst des Bewusstseins,

gab es noch keine bewusste Kunst,

gab es noch keine Bewusstseins-Kunst,

gab es noch keine selbstbewusste,

Sich-Selbst-Bewusste-Kunst“.

Weil Kunst gestaltet sich bislang,

wie auch gegenwärtig,

in ihrer Ausführung,

begriffen als ihr Zustandekommen,

immer weiter im Verhältnis,

und in Bezug zu einem Bewusstsein,

allein in ihrer Position einer menschlichen Perspektive als interpretativer Vollzug gegenständlich.

Bisweilen wird Kunst selbst dabei meist nicht als eigener Gesamtkörper,

als sprechender Mensch mit Bewusstsein betrachtet,

verstanden und erlebt,

sondern hauptsächlich als Ausdruck des Bewusstseins von Menschen wahrgenommen.

Kunst wird hauptsächlich herum-gereicht zwischen Menschen die sich mit ihrem Bewusstsein

ausdrücken,

um auf andere Menschen damit Eindruck zu machen.

Na ja,

warum nicht,

so ist es immer.

Ob einem nun gefällt,

dass Das,

was man macht,

Anderen gefällt,

oder wenn einem gefällt,

dass Das,

was man tut,

Anderen eben nicht gefällt.

Nur wenn Kunst dabei eben selbst Mensch ist,

dann beeindruckt die Kunst,

mit dem was sie als Mensch macht,

mit sich Selbst,

immer sich selber,

und drückt sich sogleich damit im Bild als Realität,

unmittelbar bedeutungslos aus.

Die Kunst als Mensch besteht als körperliches und ganzheitliches Bewusstsein,

das über sich Selbst hinausgewachsen,

und das sich nicht mehr auf Bewusstseins-basierte Bedeutung und Interpretation bezieht,

und sich auch nicht mehr daran orientiert,

auch und gerade dann nicht,

wenn interpretiert,

bedeutet,

und Bezüge und Assoziationen gemacht werden.

Damit gibt es beim Malen kein Bewusstsein und keine Bedeutung mehr,

auf die man sich beziehen könnte,

ohne dass es nicht auch automatisch,

bedeutungs- lose Kunst als Realität wäre.

Wobei also bedeutungslos gerade dafür steht,

was bislang der Begriff Bedeutung in Kraft,

Relevanz,

Ausdruck und Schönheit einer Darstellung bedeutet und dargestellt hat,

und wofür er benutzt und eingesetzt wurde.

Bei Kunst handelt es sich also immer um eine Realität der Realitätsumkehrung.

Das ist wie bei dem Bild,

das man sich von der Welt,

von sich Selber als die Realität der Wirklichkeit macht,

beispielsweise als das Gefühl von Heimatlosigkeit im Anspruch und im Verlangen,

universeller Weltbürger,

bzw. Erdbewohner zu sein.

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